Kurs Schffskauf

Ein Schiff kaufen- Kurs für Fortgeschrittene

Wir sind uns bewußt, daß ein „Information für Fortgeschrittene“ herausfordernd klingt. So ist das auch gemeint, um Sie neugierig zu machen. Unser aufrichtiges Ziel ist jedoch, wir wollen (zukünftige) Yachteigner informieren, die seriös fahren wollen und hohe Anforderungen an ihr Schiff stellen: die anspruchsvollen Skipper.Sie können den Kurs auch als Informationsprogramm bezeichnen. Wir sind davon überzeugt, daß wir selbst erfahrenen Skippern, seien sie auf offenem Wasser gefahren und auch bei schlechtem Wetter, noch einiges Neue erzählen können. Wir beschränken uns bei diesen Ausführungen auf Stahl-Motoryachten. Ein Teil der Erklärungen gilt jedoch auch für andere Schiffe.

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Warum diese Kurs?

Wahrscheinlich ist ein Schiff die teuerste Anschaffung Ihres Lebens nach einer Wohnung. Wenn Sie ein Auto kaufen, haben Sie es viel leichter. Es gibt viele Zeitschriften, die Übersichten veröffentlichen mit allen Vor- und Nachteilen der verschiedenen Marken und Modelle. Obendrein wissen Sie selbst meistens gut, was Sie wollen und das schränkt die Auswahl deutlich ein. Wenn Sie ein Haus kaufen, gehen Sie oft auch nach Ihrem Gefühl. Die Lage, die Zahl der Räume, der Zustand des Hauses und der Preis bestimmen die Wahl. Vielleicht schalten Sie noch einen Gutachter ein, um versteckte Probleme aufzuspüren.In beiden Fällen sind Sie selbst mehr oder weniger sachkundig.In den vielen Jahren, in denen wir Yachten bauen und warten und somit viel mit (zukünftigen)Yachteignern sprachen, haben wir gemerkt, daß die theoretische Kenntnis der Eigenschaften der vielen existierenden Schiffe oft nur begrenzt vorhanden ist. Das muß nicht bedenklich sein, wenn man bei der Vorbereitung eines Kaufs gut informiert wird, oder wenn man keine hohen Anforderungen an die Fahreigenschaften stellt. Wenn Sie sich jedoch auf das Schiff verlassen wollen, auch wenn kein gutes Wetter ist oder wenn Sie z.B. auf der Waal fahren und vielleicht in eine gefährliche Situation kommen, ist es gut, wenn Sie sich vor dem Kauf der Vor- und Nachteile verschiedener Yachttypen bewußt sind.

 

Lektion 1: Die Rumpfformes

Es wird viel gesprochen über „Fahreigenschaften“, aber was ist damit eigentlich gemeint? Unter Fahreigenschaften verstehen wir, wie sich das Schiff bei verschiedenen Umständen, wie Wellengang, bei mehr als mäßigem Wind, bei starkem Verkehr, aufgewühltem Fahrwasser und (eventuell) auf offenem Wasser verhält. Ein Schiff mit guten Fahreigenschaften verhält sich gut unter diesen weniger günstigen Umständen, es rollt und stampft relativ wenig, es läßt sich leicht steuern und die Mannschaft ist sicher.

Stabilitätt

Falls Sie mehrere Schiffe mit verschiedenen Rumpfformen gehabt haben, werden Sie gemerkt haben, daß die dass die Sensibilität der einen Yacht bei denselben Wellen größer war als bei der anderen. Diese Sensibilität hängt direkt zusammen mit der Form des Unterwasserschiffs. Über den Begriff „Stabilität“ gibt es viele Mißverständnisse. Ein Schiff kann im Hafen herrlich stabil sein, aber sich während der Fahrt bei Wellengang sehr unangenehm verhalten. In Bezug auf die Stabilität müssen wir einen Unterschied machen zwischen dem Stabilitätsumfang und der Anfangsstabilität. Mit dem Stabilitätsumfang wird das Aufrichtvermögen bei verschiedenen Neigungswinkeln bezeichnet. Wenn das Freibord (die Seitenwand des Schiffes) ausreichende Höhe hat, sollte eine Motoryacht durch ihren niedrigen Schwerpunkt im Regelfall über einen mehr als ausreichenden Stabilitätsumfang verfügen, um ein Kentern (Umschlagen) zu verhindern.Die Anfangsstabilität variiert von Schiff zu Schiff stark. Ein Schiff, das sich kaum bewegt, wenn Sie das Gangbord betreten, hat eine hohe Anfangsstabilität. Diese Anfangsstabilität wird großenteils bestimmt durch die Rumpfform. Ein Schiff mit senkrechten Seitenwänden und einer flachen Unterseite (wie die meisten Cruiser) wird eine hohe Anfangsstabilität besitzen. Wenn Sie jedoch mit einem solchen Schiff in unruhiges Wasser kommen, werden seine Bewegungen heftig und hart sein.Ein Rundspant- oder Multiknickspant-Schiff bewegt sich mehr, wenn Sie an Bord gehen, es hat eine geringere Anfangsstabilität. In Wellen verhält es sich jedoch viel ruhiger. Es bewegt sich natürlich auch, aber viel gemächlicher. Es rollen weniger schnell Tassen und anderer Hausrat über den Boden. Das Bordleben ist dadurch angenehmer.

stabiliteit_mvsite_verklGeringe und große Anfangsstabilität in querlaufender See. Große Anfangsstabilität (oben) erzeugt heftige und schnelle Rollschwingungen. Bei geringer Anfangsstabilität verläuft das Rollen / Schlingern langsam uns weich und die Krängung ist schwächer (untere Bildfolge). In beiden Fällen zeigt der Abstand von A nach B die Zeit an, die zu einem vollen Aussclag benötigt wird.

Wir haben nun die Rumpfform im Querschnitt im Verhältnis zur Stabilität dargestellt und die Folgen für das Fahrverhalten. Auch die Rumpfform im Längsschnitt hat einen bedeutenden Einfluß auf die Fahreigenschaften. Das folgende Phänomen kommt ihnen wahrscheinlich bekannt vor. Sie werden überholt von einem Schiff mit einer gehörigen Heckwelle. Ihr Schiff schwingt in die eine Richtung und in dem Moment, in dem Sie gegensteuern, in die andere. Wie empfindlich ein Schiff in dem Fall reagiert, hängt ab von der Rumpfform. Ein Schiff mit einem breiten, tiefen Achterschiff und einem vollen, tiefen Bug ist in dieser Situation kaum unter Kontrolle zu halten, während ein Schiff mit einem tiefen Mittelschiff und aus dem Wasser herauslaufendem Vor- und Achterschiff geringerer Kurskorrektur bedarf. Überflüssig anzumerken, daß so etwas bei stärkerem Wind und höheren Wellen von achtern einen großen Vorteil hat.
Noch mehr über das UnterwasserschiffAußer den Rundungen des Unterwasserschiffs gibt es noch ein paar Faktoren, die für gute Fahreigenschaften sorgen. Ein Kiel, selbst wenn er klein ist, sorgt für mehr Kursstabilität, der Kurs muß weniger korrigiert werden. Auch Kimmkiele sorgen für Stabilität, ohne die Anfangsstabilität zu erhöhen. Sie dämpfen die Rollbewegungen. Die Form des Ruders hat Einfluß auf die Fahreigenschaften und auf den Widerstand, den das nach achtern strömende Wasser findet.Ein Kiel muß sich nach achtern zu „verjüngen“, er muß schmaler werden, damit das entlangströmende Wasser die Schraube leichter erreichen kann. Das ist eine teurere Konstruktion als ein Kiel, der überall gleich breit ist, aber notwendig für ein gut fahrendes Schiff. Die Schraube muß einen ausreichenden Abstand zum Rumpfboden haben, andernfalls entstehen störende Geräusche und sie arbeitet weniger effizient. Selbstverständlich gilt für die Schraube: die Blattzahl, der Durchmesser und die Steigung müssen fachkundig berechnet werden. Die Berechnung berücksichtigt die Rumpfform, die Wasserverdrängung, die Länge, die gewünschte Geschwindigkeit, die Motorstärke und noch einige Variablen. Die Schraube hat großen Einfluß auf die Geschwindigkeit und den Treibstoffverbrauch. Der Rumpf sollte am Achtersteven schmaler und flacher sein als in der Mitte. Dadurch werden beim Fahren weniger Wellen erzeugt, wieder mit der Folge niedrigeren Treibstoff-Verbrauchs und geringerer Belästigung anderer Fahrzeuge.

Lektion 2: Der Bau des Kaskos


Das Kasko einer Stahlyacht kann auf verschiedene Weise gebaut werden. Da wir von einem Schiff mit einer runden Rumpfform ausgehen, besteht dieser aus mehreren geraden (planen) Stahl-Bahnen. Durch diese Streifen, die nur in eine Richtung gebogen und dann aneinander geschweißt werden, entsteht eine schöne runde Form.

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Plane Stahlstreifen werden auf den Mallen gebogen und aneinandergeschweißt

Da, wo die Stahlstreifen aneinandergeschweißt werden, spricht man von einem „Knick“. Diese Knicke kann man als Längsspanten betrachten, wodurch Querspanten nahezu überflüssig werden. Dies macht das Konservieren des Stahls und den Innenausbau einfacher.
Durch das Bauen auf Mallen bekommt man ein 100%ig maßhaltiges Produkt. Obendrein entsteht durch diese Bauweise ein sehr glattes Kasko, das nahezu nicht gespachtelt werden muß. Diese Mallen geben uns auch die Möglichkeit, die einzelnen Stahlplatten mit einem kleinen Abstand aneinander zu setzen. Sie werden mit einem kleinen Schlitz dazwischen auf den Mallen festgeklemmt. Durch diesen Schlitz liegt die Schweißnaht nicht auf den Platten, sondern tatsächlich dazwischen.
Das Zusammenschweißen eines Kaskos muß vorsichtig geschehen, damit nicht zuviel Wärme in den Stahl gebracht wird, denn dadurch könnte er schrumpfen und es könnten Beulen und Ausbeulungen entstehen. Wir erreichen das durch das Schweißen in kurzen Abschnitten und vor allem dadurch, daß wir den Schweißstrom nicht zu hoch einstellen.
Weiter ist zu empfehlen, soviel wie möglich von oben zu schweißen. Das bedeutet, daß der Rumpf zunächst auf dem Kopf stehend geschweißt und dann umgedreht wird, so daß die Innenseite geschweißt werden kann.

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Das Kasko wird angehoben und die Mallen entfernt.

Rumpf wird mit Hilfe eines Laufkrans gedreht.

Dann wird den Rumpf unterstützt und können wir weiter arbeiten.

Die Aufbauten werden als Ganzes auf dem Hallenboden gebaut und anschließend auf den Rumpf gesetzt. Wenn das Kasko dann zusammengeschweißt ist, müssen die Schweißnähte sehr sorgfältig geschliffen werden, sowohl am Über- als am Unterwasserschiff um zu verhindern, daß die Schweißnähte als Wulst auf der Lackoberfläche sichtbar sind. Diese Wülste können nämlich beim Schleifen leicht durchgeschliffen werden!

Lektion 3: Lackierarbeiten

Das Farbsystem eines Schiffes ist viel anfälliger durch die feuchte Atmosphäre als das eines Autos und eines Hauses. Darum ist es wichtig für die Lebensdauer, aber sicher auch für den Wiederverkaufswert Ihres Schiffes, daß es auf die unten beschriebene Weise lackiert wird. Die Methode, die den Vorzug verdient, ist folgende:

  • Strahlen. Stahl ist durch den Fabrikationsprozess in der Fabrik mit einer „Walzhaut“ versehen. Diese muß durch Strahlen mit feinem Korn entfernt werden. Hierdurch entsteht eine Oberfläche mit ganz feinen Poren, eine Oberfläche mit außergewöhnlich guter Haftfähigkeit.
  • Primer. Auf diesen Untergrund muß ein Primer aufgetragen werden.
  • Spachteln. Danach wird gespachtelt, um eventuelle Unebenheiten in der glatten Oberfläche auszugleichen. Es sollte deutlich sein, daß selbst 2-K-Spachtel immer weniger hart ist als der Stahl-Untergrund. Darum versuchen wir, ein so glattes Kasko wie möglich zu erreichen und verwenden so wenig Spachtel wie möglich.
  • Planschleifen: Soweit doch Spachtel aufgebracht worden ist, muß dieser glattgeschliffen werden, so daß eine absolut glatte, wulstlose Oberfläche entsteht.
  • Primer. Die zweite Schicht Primer wird aufgetragen.
  • Glattschleifen. Der Primer wird glattgeschliffen, so daß auch kleine Unebenheiten verschwinden.
  • Grundierung. Auf den Primer wird ein Grundlack aufgespritzt.
  • Lackieren. Auf den Grundlack kommen zwei Schichten 2-K-Lack, auch wieder gespritzt, für ein gutes Resultat. Dazwischen wird wieder leicht geschliffen.

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Das Unterwasserschiff erhält natürlich eine andere Behandlung. Da wird nach dem Primer-Auftrag und dem Schleifen ein spezieller Haftprimer aufgebracht bis eine Dicke von mindestens 300 µ erreicht ist. Darauf kommt eine Lage Antifouling.
Selbstverständlich muß das Spritzen in einer klimatisierten Spritzkabine stattfinden, in der die Temperatur und Luftfeuchtigkeit optimal gehalten werden kann für eine gute Haftung und eine glatte Oberfläche. .

Lektion 4: Preisvergleich

Der Vergleich des Preis/Leistungsverhältnisses der vielen angebotenen Schiffe scheint einfach, aber das scheint auch nur so. Im Gegensatz zu einem Auto, das in Serien von Hunderttausenden gebaut wird, ist von Schiffen, selbst von denen größerer Werften, relativ wenig bekannt. Die Qualität bekannter Automarken weicht auch nicht so stark ab. Da werden Probefahrten gemacht von 100.000 km oder mehr. Die Extras von Autos sind übersichtlich. Ein stärkerer Motor, mehr Türen, die Karosseriefarbe und die des Innenraumes und noch einige Details.
Bei Schiffen geht es viel mehr um Maßarbeit. Außerdem werden Sportboote viel wenigerintensiv genutzt und dadurch kommen eventuelle Mängel erst ans Licht bei einer Kauf-Expertise oder viel schlimmer: in einer Notsituation.
Beim Preisvergleich müssen darum zwei Faktoren beachtet werden. Was wird als Standard-Ausführung geliefert und was kosten meine Extrawünsche? Und die Frage, welche Materialien, Bauweise und Ausstattung man für den geforderten Preis bekommt.
Beim Kauf eines Schiffes spielen Emotionen eine wichtige Rolle. Welches Schiff finde ich schön und mit welchem Schiff will ich gesehen werden? Aber ein Schiff ist eine der teuersten Anschaffungen, die Sie in Ihrem Leben machen. Darum ist es gut, nach der emotionalen Seite auch rationale Überlegungen anzustellen. Der Preis der Motoren differiert ziemlich, ebenso ihre Betriebssicherheit, Unterhaltsfreundlichkeit und die Verfügbarkeit von Ersatzteilen im Ausland. Welches Zubehör wird standardmäßig montiert und von welchem Hersteller: Bugschraube, Ankerwinsch, Pumpen, Getriebe, homokinetische Kupplung, Hydraulik, Ruder, Filter, Heizung, Herd, Kühlschrank usw.? Auch auf diesem Gebiet liegen die Preise und die Qualität weit auseinander.

Machen Sie sich eine „short list“, eine kleine Liste davon, was Sie von Ihrem neuen Schiff erwarten. Wollen Sie auf ruhigem Wasser fahren und vor allem die Natur in Ruhe genießen, dann wählen Sie ein anderes Schiff, als wenn Sie auf den „Grote Rivieren“ fahren wollen, dem IJsselmeer, der Waddenzee oder vielleicht sogar entlang der Küste. Möchten Sie lange Törns machen oder sind es vor allem kurze Trips? Welche Anforderungen stellen Sie an die Inneneinrichtung, wieviele Schlafplätze brauchen Sie, wieviel Privatatmosphäre? Muß es eine Dusche geben, vielleicht selbst ein Bad? Wie möchten Sie die Küche eingerichtet haben? Möchten Sie eine „open kuip“ (ein offenes Achterschiff), eine Achterkajüte oder eine Zwischenlösung? Wie groß ist Ihr Budget?
Wenn Sie alle Wünsche zu Papier gebracht haben, können Sie eine kurze Liste machen von Werften, die Schiffe anbieten, die ihren Wünschen entsprechen. Die letzte Entscheidung wird natürlich in wichtigem Maß beeinflußt durch Ihr Gefühl, aber ein genauer Vergleich der Mehrpreise für Ihre Wünsche bei verschiedenen Anbietern und der Qualität des Gebotenen muß sicher auch eine große Rolle spielen, um spätere Enttäuschungen zu vermeiden.


Die MULTIVLET, ein Schiff für den seriösen Skipper
Die Multivlet ist ein Multiknickspantschiff mit je fünf Bahnen auf beiden Seiten, außer dem Schanzkleid. Sie wird selbstverständlich auf einer Mall gebaut. Alle Schweißnähte im Über- und Unterwasserbereich werden glattgeschliffen. Nicht nur der Rumpf, auch die Aufbauten sind rund und glatt gearbeitet, nirgends gibt es scharfe Kanten. Die Bugschraube ist im verbreiterten Teil des Kiels montiert, wodurch eine optimale Stromlinie entsteht. Der Kiel verjüngt sich nach achtern. Die Ankerklüse und alle anderen Klüsen sind aus rostfreiem Stahl. Das Ruder hat die Form eines Fischschwanzes zur Verbesserung der Steuerfähigkeit. Der Ruderschaft ist zweigeteilt. Die Teile sind mit einem Flansch verbunden, so daß Reparaturen am Ruder keine vollständige Demontage erforderlich machen.
Das Schiff hat einen schönen hohen Vlettenbug und läuft nach achtern etwas schmaler zu, damit es weniger stampft und eine optimale Stromlinie bedeutet geringeren Treibstoffverbrauch. Der Motor und die schwersten Tanks sind in de Mitte platziert, wodurch der Schwerpunkt des Schiffes, das einen schönen positiven Sprung hat, in der Mitte liegt. Dadurch ist das Schiff relativ unempfindlich für unruhiges Wasser und hohe Wellen. Obendrein ist es sehr wendig. Zu einer echten Vlet gehört eine Wieling, ein starkes,umlaufendes Tau. Auch dieses ist Standard und sorgt für einen guten Schutz für den Lack und natürlich für eine reizvolle Ausstrahlung.
Das Schiff ist vollständig isoliert mit Steinwolle und PU-Schaum bis unter die Wasserlinie. Der Salonboden über dem Motorraum ist schwebend montiert und isoliert mit Schallschluckplatten aus Schaum mit Blei- und Gummi-Zwischenlagen.
Die „open kuip“ (Plicht, offenes Achterschiff) (falls Sie diese Ausführung gewählt haben) ist standardmäßig mit Teakboden und Teakwänden ausgestattet. Die Rückfront der Kajüte, die Türen zur Plicht, sind auch aus Teak. Die Innentüren sind aus massivem Holz mit Füllungen und haben schöne und solide Angeln und Schlösser. Beim Innenausbau kann selbstverständlich gewählt werden zwischen verschiedenen Holzarten, z.B. Teak, Mahagoni, Kirsche oder Eiche oder Sie wählen helle Wände, abgesetzt mit massiven Holzleisten.
Die Naßzelle hat standardmäßig einen gefliesten Boden, die Wände sind aus Duropal®. Das ist ein schöner Kunststoff mit gediegener Oberfläche.
Die Küche ist sehr funktionell und versehen mit allen Bequemlichkeiten. Die Einteilung kann Ihren Wünschen angepaßt werden. Die ganze Innenausstattung ist eine Kombination von traditioneller Handwerksarbeit, modernen Ansichten und Geschmack. Die Salonbank kann, falls gewünscht, so gebaut werden, daß sie zu einem Zwei-Personen-Bett ausgezogen werden kann. Im großen Schlafraum im Bug steht standardmäßig ein sog. französisches Bett. Aber auch zwei Betten an den Seiten, die mit einem Zwischenstück zu einem großen Bett verbunden werden können, gehören zu den Möglichkeiten. Als Standard wird ein Yanmar-Diesel mit 75 oder 110 PS eingebaut, aber andere Motoren sind möglich.
Die Schraubenwellen-Anlage ist wassergeschmiert und über ein Staudrucklager und eine homokinetische Kupplung mit dem Motor verbunden. Die Standardschraube ist vierblättrig, um einen vibrationsarmen Lauf zu garantieren. Im Maschinenraum ist ein automatischer Feuerlöscher installiert, der durch hohe Temperaturen aktiviert wird. Auf die Lackierung gewähren wir 5 Jahre Garantie.

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